Kohlrabi Schnitzel mit Gurkensalat

Sonntag ist der Tag der Woche, an dem wir im Headquarter in Österreich gerne eine kulinarische Reise durch unsere Kindheit unternehmen. Dazu gehört für uns Österreicher natürlich auch das altbewährte Schnitzel mit Gurkensalat.

Auf dem wöchentlichen Bauernmarkt gibt es diesmal aber leider kein Wildhuhn. “Die dürfen noch ein paar Wochen auf der Wiese fröhlich vor sich hin gackern” teilt uns der Bauer unseres Vertrauens mit. Anstatt uns darüber zu ärgern, dass es diese Woche wieder kein Hühnchen gibt und unser Wunsch nach einem Schnitzel in weite Ferne rückt, haben wir in den letzten Jahren gelernt, das Beste aus dem zu machen, was uns die Natur gerade zur Verfügung stellt.

Seit wir uns überwiegend von dem ernähren, was uns die unmittelbare Umgebung bietet, stellt sich gar nicht mehr die Frage nach Makro- und Mikronährstoffen oder Kalorien. Eine artgerechte, regionale, abwechslungsreiche und respektvolle Ernährung war für uns die Antwort auf alle offenen Fragen im widersprüchlichen Ernährungsdschungel.

Anstatt minderwertiges Mastfleisch im Supermarkt oder beim Metzger zu kaufen, warten wir nun gerne länger auf ein artgerechtes Wildhuhn. Nicht nur, dass es besser schmeckt, gesünder ist und besser wertgeschätzt werden kann – es ist noch dazu eine Möglichkeit die Massentierhaltung zu boykottieren.

Fleischkonsum und Tierliebe schließen sich in unseren Augen also nicht aus.

Mal gibt es artgerecht gehaltenes Geflügel oder wild gefangenen Fisch aus (möglichst) intakten Gewässern, mal eben nicht. Dann suchen wir uns saisonales Gemüse und machen dieses zum Star. Auch dieses mal musste also eine Alternative her, denn der Schnitzelhunger ließ nicht nach.

Im Garten wachsen momentan prachtvolle Kohlrabi und Gurken. Da haben wir eins und eins zusammen gezählt und einfach mal knackige Kohlrabischeiben paniert!

Oft machen wir einfach unser Gartengemüse zum Star!

Nachhaltiges Soul Food

Wer also auf das Mastfleisch aus dem Supermarkt oder vom Metzger verzichten oder einfach mal so einen vegetarischen Tag einlegen möchte, der wird dieses Rezept lieben. Für uns fällt es ganz eindeutig unter die Kategorie nachhaltiges “Soul Food”!

Wenn du dieses Gericht noch regionaler haben möchtest, kannst du die Cashew-Panade auch einfach durch gehackte Walnüsse und/oder Kürbiskerne ersetzen!

Kohlrabi Schnitzel mit Gurkensalat

Kochzeit: 30 Minuten          Portionen: 2 Personen

Zutaten: 

für die Schnitzel:

  • 2 große Kohlrabi
  • 2 Eier
  • 0.5 TL Salz
  • 0.5 TL Pfeffer
  • 0.5 TL Paprikapulver
  • 0.5 TL Knoblauchpulver
  • 100 g Kokosmehl
  • 125 g Cashewkerne
  • Butterschmalz

für den Gurkensalat:

  • 1 Schlangengurke
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 2 EL natives Olivenöl
  • 2 EL Apfelessig
  • 0.5 TL Salz
  • 0.5 TL frisch gemahlener Pfeffer

Anleitung: 

  1. Den Kohlrabi schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Für die Panierstraße das Kokosmehl in einen weiten Teller geben.
  3. In einem zweiten Teller die Eier mit Salz, Pfeffer, Paprika- und Knoblauchpulver verquirlen.
  4. Für die Panade die Cashewkerne z.B. in einer Kaffeemühle oder einem Mixer klein mahlen (in etwa bis zur Konsistenz von Semmelbrösel) und in einen dritten Teller geben.
  5. In einer Pfanne auf mittlerer Stufe das Butterschmalz erhitzen.
  6. Die Kohlrabischeiben nun jeweils zuerst im Kokosmehl wälzen, dann durch die Ei-Gewürzmischung ziehen und als letzten Schritt mit den Cashewbrösel umhüllen. Dann sofort ab damit in die heiße Pfanne und etwa 4 Minuten von beiden Seiten braten, oder bis die Panade Farbe annimmt.
  7. Während die Schnitzel braten kann der Salat vorbereitet werden. Dazu einfach die Gurke gut waschen und mit einer Küchenhobel in feine Scheiben hobeln.
  8. Den Dill und den Schnittlauch waschen und fein hacken.
  9. Olivenöl, Apfelessig, Salz und Pfeffer vermengen und mit den Gurken vermischen.
  10. Dill und Schnittlauchröllchen darüber verteilen und mit den Kohlrabischnitzel servieren!